| Mit JUELLA von Tilos nach Marmaris |
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| Geschrieben von: Jürgen Küpper |
| Donnerstag, 08. Juli 2010 um 19:29 Uhr |
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Am 2.Tag auf Tilos machen wir eine Wanderung entlang der steil abfallenden Küste mit wunderschönen Ausblicken auf Buchten mit karibischen Farben (wir denken dabei an Christiane und Hubert). Am 1.7. Segeln wir mit NW 3-4 nach Symi, von dort einen besonderen Gruß an Wolf-Gero. Unterwegs stellen wir fest, dass unsere Aries-Windfahnensteuerung nur widerwillig arbeitet. Später stellen wir bei einem Badegang fest, dass möglicherweise durch starken Schwell im Hafen von Naxos der Kugelfender, der beim Liegen Heck an Mole die Aries schützen soll, am Gestänge etwas verbogen hat (“im Hafen ist’s immer schlimmer als auf hoher See” W.B.). Bei der nächsten Gelegenheit versuchen wir das verbogene Rohr zu richten. Wir planen, einen Schutzbügel um die Aries bauen zu lassen! Alternativ könnten wir mit dem Bug anlegen, ist hier jedoch nicht üblich und auch nicht besonders kommunikativ. Vor Symi ankern wir in der besonders geschützten Bucht von Pedi. Am nächsten Tag gehen wir natürlich in der Mittagshitze über den Berg nach Ano Symi den Hauptort der Insel, bis zum Anfang des 20. Jh. Hauptstadt der Dodekanes. Die bunten 2-stöckigen Häuser im klassizistischen Stil zeugen vom ehemaligen Reichtum der Insel, die es Schiffbau, Handel, Seefahrt und Schwammtauchen verdankte. Die kleinen schnellen Segelschiffe von Symi waren berühmt. Die Johanniter und auch später die türkischen Besatzer verliehen der Insel zahlreiche Privilegien. 1912 besetzten die Italiener die Insel, im 2. Weltkrieg wurde sie bombardiert und von den deutschen Truppen in Brand gesetzt! Wir bleiben in unserer Ankerbucht, denn der Haupthafen ist schmal mit steil abfallendem Grund. Ankern auf 12-20m ist nicht 8unser Ding! Mit der täglichen Fähre aus Rhodos ergiessen sich Touristenstöme in den Biderbuchort, die Musikbeschallung geht bis nachts. In Pedi geniessen wir Ruhe, Baden, Lesen und schauen uns das Fußballspiel Deutschland-Argentinien an. Weiter segeln wir dann zur türkischen Küste hinüber. Machen in einer Bucht an einer Mooringboje fest. Die Türken hier sind sehr pfiffig, haben in den Buchten Stege gebaut, Moorings gelegt und versuchen, möglichst viele Boote herbeizuwinken. Unterhalb einer beachtlichen hellenistischen Festungsanlage geniessen wir in dem aus Brettern zusammengeschusterten Restaurant ein leckeres Essen, Liegegebühren frei. Der Versuch mit Winschkraft über Umlenkrollen die Aries wieder hinzubiegen scheiterte!!! Auf der Fahrt nach Marmaris stellen wir fest, dass die Zahl der Gullets und Ausflugsboote erheblich zugenommen hat. Allgemein zuviel Trubel entspricht nicht unseren bisherigen Erfahrungen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Seglern wissen wir, dass die eigentlich schönste Strecke der türkischen Küste über den Golf von Fethiye nach S möglichst während der Feriensaison wg. Überfüllung gemieden werden sollte. Wir werden deshalb wieder Kurs NW gehen. Nachmittags stärkerer Wind in der Buch und starker Schwell in der Albatros-Marina. Jetzt 21:15, 25°C, Windstille, Dunkelheit, Senden, Weinchen und aus… |

