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Mit JUELLA unterwegs von Bozburun nach Kos Drucken
Geschrieben von: Jürgen Küpper   
Donnerstag, 29. Juli 2010 um 20:12 Uhr
Von Bozburun nach Kos

Mitte Julei haben wir aus der Türkei ausklariert ( 15 € ), das Personal freundlich und unkompliziert. Bozburun ist seit Mai 2010 ebenfalls port of entry. Anschließend ankern wir hinter Inselchen in türkiesem  Wasser, karibische Farben. Grillen zirpen in den vielen Pinien am Strand, Ziegen knabbern. Vom Fischer, der vorbeikommt kaufen wir frischen Fisch, das alles hat schon eine gehobene Lebensqualität…
Das Baro ist stark gefallen, Navtex meldet 4-5 Bft, Böen bis 7. Am nächsten Tag steuern wir erneut Symi an, unterwegs spielt der Wind verrückt, wir reffen ein und aus. Abends fegen heftige Böen durch die Pedi-Bucht, aber wir liegen sicher am Betonpier. Bei der Hafenbaustelle tut sich nichts. Die EU hat hier über 2 mio € investiert- wird denn hier nirgendwo die sachgerechte Verwendung der Gelder kontrolliert? Per Bus fahren wir in den malerischen Hauptort. Symi und schauen dem Treiben von einem Strassenkaffee aus zu.
Am 17. an der E-Küste nach S, dort gibt es einige Strände und Ankerbuchten von steilen Felswänden umgeben wo es erstaunlicherweise Pinienwälder gibt. Nachmittags ankern wir in der sehr geschützten Bucht von Panormitis. Dort steht das 2-größte Kloster der Dodekanes (nach Patmos). Wir paddeln hinüber, besichtigen die kleine Kirche mit wundervollen Fresken und Ikonen, Tauchbecken und klosterhof mit schwarz-weissem Mosaik sind für eine Taufe liebevoll geschmückt. Also, die Kinder haben hier einen besonderen Stellenwert. Am nächsten morgen hören wir Chorgesänge des orthodoxen Sonntagsgottesdienstes.
Mittags werden wir relativ lange  auf der Fahrt nach Tilos von Delfinen begleitet, die teilweise bis zu 1m vor unserem Bug aus dem Wasser springen. Im Hafen Livadia-Tilos ist Hafenmeisterin Eddy wieder sehr eifrig. Am 20.7. Müssen alle Boote den Hafen räumen denn es werden ca 50 Boote der Kos-Rhodos-Regatta erwartet. Vom  Ankerplatz beobachten wir die beeindruckenden Spinnackermanöver der Regattaboote.
Nach einem feucht-fröhlichen Abend mit Bekannten gehen wir um 11:00 Anker auf, Kurs 180°, NW 5Bft. An der S-Küste Wellen bis 2m, ankern nachmittags in der Eristos-Bucht, heftige Böen mit fliegendem Wasser, bei einem Boot in der Bucht slippt der  Anker, die Crew merkt anscheinend nichts und treibt weit aus der Bucht hinaus, ihr Schlauchboot wird losgerissen und treibt davon. Wir wollen gerade Anker auf gehen als ein anderer Segler und ein Fischer zu Hilfe eilen…
Nach 2 Nächten in dieser Bucht machen wir uns auf nach N. Wir ankern vor Pallamut/Türkei. Ein Versuch ,am nächsten Tag Kos zu erreichen brechen wir ab und laufen wieder nach Pallamut ab. Starkwind läst einen Landgang nicht zu. Wieder fliegendes Wasser. 4x Ankern in Folge sind etwas nervig, wenn die frischen Vorräte langsam ausgehen und am Ufer die Tavernen locken.
Am nächsten Morgen im Büchsenlicht früh ausgelaufen, der stetige W-Wind ist morgens noch am schlafen, so kommen wir gut voran und auf halbem Weg nach Kos können wir gut bis zum alten Stadt-Hafen anliegen.
Bei der Portpolice gaben wir blöderweise an, dass wir in türkischer Bucht geankert hätten, Das war ein großer Fehler, der uns viel Stress, viel Zeit und 45 € gekostet hat. Die gesamten Einklarierungsformalitäten mußten durchlitten werden. Kos erkundeten wir wieder mit dem Motorroller 80ccm, der an steilen Straßen doch etwas schwachbrüstig war. Die unterschiedlichen Landschaften begeisterten uns.
Es ist schon dunkel und ich kann natürlich nicht blind schreiben, taste nach meinem Weinglas und Schluck, ääh Schluss…
 
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