Jugend

Jugendarbeit im SVSt, Trainingsgruppen, Trainer, Regatten, Veranstaltungen

Zum Nachlesen finden Sie hier unsere Bewerbung:

Der SVSt hat die coolste Jugendarbeit im Berliner Segler-Verband!

Mein Name ist Luzi. Eigentlich heiße ich Luzia, aber mein Opa nennt mich immer Luzi.

Durch ihn bin ich zum Segeln gekommen. Zuerst durfte ich auf seinem H-Boot mitfahren. Da ich noch nicht richtig schwimmen konnte, musste ich immer die blöde rote Schwimmweste mit dem dicken Kragen tragen.

Seitdem ich das Schwimmabzeichen in Bronze habe, darf ich in der Opti-Anfängergruppe des Segler-Vereins Stössensee mitmachen. Zuerst war ich immer mit Isi in einem Boot. Dann wollte auch meine Schulfreundin Niki mitsegeln. Niki kommt von einer großen Insel in Indonesien. Wir sind ein Team. Da Niki noch nicht so lange dabei ist, helfe ich ihr gern.

In den Pfingstferien waren wir für drei Tage im Opti-Camp dabei. Das Segeln hat Spaß gemacht, aber das Rumtoben im Wasser mit den Surfbrettern und dem Schlauchboot war manchmal noch besser, auch das Springen vom Steg. Inzwischen habe ich auch das Schwimmabzeichen in Silber. Da musste ich vom 3m Brett springen. Zuerst hatte ich etwas Angst, nun macht mir das Springen großen Spaß.

Mein Lieblingsboot heißt Blaubär, natürlich wegen der Farbe. Ich will immer nur dieses Boot mit meiner Freundin segeln.

Zum zweiten Opti-Camp in den Sommerferien war ich leider verreist. Meine Freundinnen aus der Opti-Gruppe haben mir erzählt, dass 17 Kinder daran teilgenommen haben. Einige haben sogar im Zelt übernachtet. Ich wäre gerne dabei gewesen. Nächstes Jahr werde ich meinen Eltern sagen, dass wir zu einem anderen Termin verreisen sollen, da ich 2019 unbedingt am Sommer-Opti-Camp teilnehmen möchte.

Mein Name ist Felix. Ich bin Schüler der dritten Klasse an der Wald-Grundschule. Letzte Jahr traute ich meinen Augen nicht: Auf unserem Schulgelände standen zwei kleine Segelboote. Später lernte ich, dass sie „Optimisten“ heißen. Der Segler-Verein Stössensee machte Werbung für eine Segel-AG. Der Jugendwart und ein Erzieher meiner Schule zeigten mir die Teile des Bootes. Ich durfte auch einsteigen und Pinne und Schot in die Hand nehmen.

Damals war ich leider noch in der zweiten Klasse und so durfte ich erst in diesem Jahr an der AG teilnehmen. Ich fahre mit neun anderen Kindern und unserem Erzieher von der Wald-GS mit dem Bus zum Segelverein am Stössensee. Das ist schon das erste Abenteuer.

Auf dem Gelände des Segelvereins habe ich zuerst die Schaukel und das Trampolin gesehen. Die kleinen Segelboote waren anfangs gar nicht zu erkennen, da sie kopfüber in einem Regal lagern, wo sie herausgezogen werden müssen. Dabei helfen natürlich alle Kinder mit. Wir sind 10 Kinder in der Gruppe, 2 Mädchen und 8 Jungen.

Inzwischen können wir alle selbständig die Boote aufbauen und ins Wasser bringen. Ich kenne auch alle Teile des Bootes und weiß genau, wo sie hin gehören.

In der ersten Segelstunde durften wir nur paddeln. Das war aufregend, weil ich mit meinem Boot immer Erster sein wollte. Wenn ich am Steuer saß, klappte das Geradeaussteuern noch nicht so gut, weil ich das Ruder dauernd bewegt habe. In den folgenden Stunden segelten wir zu zweit im Boot, einer musste die Pinne halten und der andere die Schot. Aber woher kam der Wind und wo sollten wir hinfahren? Da lagen ja Bojen aus und wir lernten das Umfahren in Achtform mit einer Wende.

Das Kreuzen gelang anfangs nicht so gut, da ich oft genau im Wind stand und das Boot rückwärts trieb. Ich hörte immer den Ruf: „Abfallen!“ Wie ging das noch? Am Ufer hatten wir das ja geübt, aber bei Wind war alles anders. Auch mit dem „Anluven“ klappte es noch nicht so gut.

Neulich war zum Segeln für uns zu viel Wind. Wir saßen dann im Jugendraum und Günter hat uns an der Magnettafel und mit Hilfe eines Heftes „Segeln für Kids“ die verschiedenen Kurse mit ihren unterschiedlichen Segelstellungen gezeigt. Das war langweilig. Erst bei den Knotenübungen kam wieder Spaß auf. Mein Lieblingsknoten ist der Achtknoten, da er ganz einfach ist. Den Palstek vergesse ich immer.

Danach hatten wir bei den Kenterübungen noch richtig Spaß. Es war gar nicht so einfach, den Opti ohne Segel zum Kippen zu bringen. Ich möchte auch nächstes Jahr beim Segeln bleiben und Mitglied in der Jugendabteilung werden.

Mein Name ist Max, ich bin 19 Jahre alt und im SVSt aufgewachsen. Früher bin ich im Optimisten und im 420-er gesegelt. Im letzten Jahr habe den Basiskurs des LSB besucht und den Motorbootführerschein gemacht. Seitdem habe ich die Segel-AG mit der Wald-Grundschule betreut. Das hat mir viel Freude bereitet und auch mein Taschengeld etwas aufgebessert.

Leider liegt mein Ausbildungsplatz nicht in Berlin, so dass ich meine Trainertätigkeit vorläufig nicht fortsetzen kann.

Mein Name ist Lily (16). Ich bin die Jugendsprecherin und segle im 420-er. Wenn ich Zeit habe, unterstütze ich Pütti bei der Anfängerausbildung. Während der Sommerferien habe ich auch beim Opti-Camp mitgeholfen und die Kinder an Land und auf dem Wasser betreut. Zu meinem Amt als Jugendsprecherin habe ich mich freiwillig gemeldet, weil ich die Jugendarbeit mitgestalten wollte. Das ist mir beim Kinder-Training auch gelungen, in anderen Bereichen muss ich mich noch stärker einmischen.

Ich will im Winter den Basislehrgang besuchen und später die C-Trainerlizenz erwerben, damit ich dann als Trainerin dem Verein zur Verfügung stehe.

Mein Name ist Maria (28). Ich bin Lehrerin für Sport und Mathematik Das Segeln habe ich im Optimisten in meiner Heimat Warnemünde gelernt. Nach vielen Jahren im Opti und 420er habe ich erst Optikindern und später auch Erwachsenen beim Hochschulsport der HU das Segeln beigebracht.

Im Winter 2016/17 hat mich Günter gefragt, ob ich Kindertraining im SVST machen möchte und so startete ich letztes Jahr im April mit einer Segel AG für die Waldgrundschule und einem Fortgeschrittenen Opti- Training in die Saison. Beeindruckt war ich von den motivierten Kindern und dem Vereinsgelände. Problematisch waren allerdings die Materialien und auch der Zustand der Motorboote. Allerdings konnte man sich immer auf die Unterstützung der Vereinsmitglieder verlassen!

Das letzte Schuljahr habe ich im Ausland verbracht und bin somit seit August erst wieder zurück in dem Verein.In der Zwischenzeit wurde so viel verbessert, sodass es noch mehr Spaß macht das Training durchzuführen. Die neue Materiallagerung vereinfacht die Vorbereitung für das Segeln und neue Anschaffungen sind genehmigt. Ich bin immer wieder begeistert, wie die Vereinsmitglieder die Jugendarbeit unterstützen und positiv bestärken. Die Kinder fühlen sich wohl und die Jugendarbeit wird durch engagierte Trainer getragen.

Mein Name ist Kerstin. Ich bin seit meiner Geburt im SVSt, habe zum 6. Geburtstag meinen ersten Opti bekommen und bin später im 420er Regatten gesegelt. Als Studentin war ich 5 Jahre Opti-Trainerin. Jetzt bin ich Mutter von zwei Kindern: Leonard,10 J. und Isabel 8 J. Von klein an sind sie ab und zu mit Opas Boot am Wochenende auf der Havel mitgesegelt.

Vor zwei Jahren ging es mit dem Segeln richtig los: in der Opti-Anfängergruppe des SVSt. Isi mit ihren 6 Jahren war zwar noch etwas jung, hatte aber schon den Freischwimmer und wollte natürlich ihrem großen Bruder in Nichts nachstehen. Ihre Trainerinnen Pütti und Bea haben sich Isi ganz liebevoll angenommen und ihr ohne Druck und Stress den richtigen Einstieg ins Optisegeln vermittelt. Heute ist sie in der Fortgeschrittenengruppe bei Joe und Lily, hat schon ihre ersten Regatten hinter sich und macht Ende dieser Saison den Jüngstensegelschein. Leo ist ein Draufgänger, für ihn kann gar nicht genug Wind sein. Er hat letztes Jahr seinen Jüngstensegelschein gemacht und trainiert diese Saison in der Regattagruppe mit Mattis. Er ist hoch motiviert und konnte auch schon die ersten Erfolge ersegeln.

Das Segeln ist laut Leo ein „cooler“ Sport, aber am schönsten findet er es nach dem Training mit seinen Segelkumpels vom T-Steg zu springen, auf den Surfbrettern herum zu paddeln oder Kenterübungen zu machen. Für mich als Segelmama bietet das wunderschöne Vereinsgelände mit großer Terrasse und leckerer Gastronomie eine kleine Nachmittagsauszeit vom Alltagsstress.

Mein Name ist Gudrun. Aber alle nennen mich Pütti (64). Ich trainiere die Opti-Anfänger ab 6 Jahren. Jugendliche aus unserer 420-er Gruppe unterstützen mich dabei.

Ich finde es wichtig, dass die Kinder keine Angst beim Segeln haben müssen und Spaß haben. Deshalb machen wir viele Spiele mit Bällen und Ringen auf dem Wasser, springen zwischendurch auch mal rein oder kentern die Boote. Baden ist für die Kinder das Größte, aber auch bei kleinen Segel- Wettkämpfen sind sie immer voller Ehrgeiz dabei. So ganz nebenbei lernen sie dabei Grundkenntnisse des Segelns bis zum Jüngstenschein. Sogar zu Anfänger-Regatten fahren wir gemeinsam mit Hilfe der Eltern.

In den Sommerferien veranstalten wir ein 3-tägiges Trainingscamp, dieses Jahr sogar mit Übernachtung in Zelten. Zum Abschluss braten wir Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer.

Im Winter treffen sich alle Gruppen zum Fitness-Training in der Halle. Zusätzlich finden gemeinsame Unternehmungen wie Schlittschuhlaufen, Fahrradtouren, Klettern und Schwimmen statt.

Mit allen Kindern und Eltern feiern wir das Weihnachtsfest mit Kasperle-Theater und Geschenken vom - vereinseigenen – Weihnachtsmann. Höhepunkt des Winters war das Kinderfaschingsfest im Jugendraum.

Mein Name ist Günter. Ich bin 79 Jahre alt und seit 3 Jahren Jugendwart im SVSt. Früher war ich Lehrer an einem Gymnasium. Als ich das Amt übernahm, gab es nur wenige Kinder in der Jugendabteilung. Das wollte ich ändern.

Durch Zufall geriet ich bei einem Werbetelefonat an einen Erzieher der Wald-Grundschule, mit dem ich ein Gespräch vereinbarte, in dem dann die Idee der Segel-AG entstand. Zwischen unserem Verein (Vorsitzender, Jugendwart) und der Wald-GS (Schulleiter) wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen.

Seitdem begleitet der Erzieher der Wald-GS die Kinder der Segel-AG mit dem BVG Bus zum Segler-Verein Stössensee, wo er auch als Ansprechpartner von 15-18 Uhr verbleibt. Abgeholt werden die Kinder von ihren Eltern.

Der Vorstand und die Mitglieder meines Vereins haben die Jugendarbeit stark unterstützt, indem

  • für das Jugend-Material ein neues Gebäude errichtet wurde, in dem das gesamte Zubehör (Segel, Ruderblätter, Schwerter, Ösfässer usw.) zentral gelagert werden,
  • das Opti-Regal auf 15 Plätze erweitert wurde,
  • der Vorstand ein zusätzliches Budget für Anschaffungen zur Verfügung stellte.

Inzwischen haben wir zwei Anfängergruppen im Opti und zwei Gruppen mit Fortgeschrittenen. Für 2019 ist die Segel-AG der Wald-GS schon ausgebucht.

Aber auch ältere Jugendliche segeln bei uns im Verein

  • in der 420-er Gruppe (seit diesem Jahr ist unser Verein sogar Stützpunkt für die 420-er Segler des Bezirks Unterhavel).
  • in der sogenannten Fun-Gruppe. Diese Mädchen und Jungen wollen nicht an Regatten teilnehmen und möchten ihren Sportbootführerschein Binnen machen.

In diesem Jahr gab es bei uns drei Lehrgänge, die jeweils in den Ferien stattfanden:

  • Einen Lehrgang in den Pfingstferien für Optis
  • Einen Lehrgang zu Beginn der Sommerferien für 420-er und die Fun-Gruppe
  • Einen Lehrgang für Optis am Ende der Sommerferien.

Für 2019 sind jeweils drei- bis viertägige Lehrgänge in den Oster-,Pfingst- und Sommerferien geplant. Angedacht ist eine vereinsübergreifende Ausschreibung für die benachbarten Stössensee Vereine.

Die Kultur der Selbstverwaltung im Jugendbereich kann noch stärker aktiviert werden. Wir motivieren die Jugendlichen hier noch mehr mitzuarbeiten. Und nicht nur beim notwendigen Arbeitsdienst…

Um das Verhältnis zu den Erwachsenen zu verbessern, oder auch um sich überhaupt erst kennenzulernen, bekommen Teilnehmer bei unseren vereinseigenen Wettfahrten (High Noon- Regatten), die ein Kind oder einen Jugendlichen an Bord haben, einen Yardstickpunkt gutgeschrieben. Das hat zur Verbesserung des Verhältnisses zu den meist älteren Erwachsenen und zum größeren Verständnis für die Probleme der Jugendabteilung beigetragen.

Bei uns ist die Jugendarbeit cool!

Die Begeisterung der Jugend ist ein tolles Feedback für unsere Arbeit und hat auch wieder zusätzliche Unterstützung im Verein generiert, wie das neue Häuschen für das Material.

Als unsere Jugendabteilung kleiner wurde ist uns allen bewusst geworden, dass wir unsere Zukunft verlieren, obwohl wir eigentlich doch den Kindern und Jugendlichen viel zu bieten haben. Das hat zu dem tollen Engagement von Jugendlichen, Trainern, Vorstand und auch vielen „normalen“ Mitgliedern für die Jugendarbeit geführt.

Neben alten Wegen hat besonders die Möglichkeit der „Segel-AG“ in Kooperation mit der Waldschule uns einen neuen Weg erschlossen mit interessierten Jugendlichen und ihren Familien in Kontakt zu kommen.

Bei uns machen die Jugendlichen nicht einfach nur einen Segelschein, sie kommen mit allem in Berührung, was der Verein auf dem Wasser bewegt: von Opti bis Laser, von Kielzugvogel bis J/24 oder Dickschiff. Und von Kaffeesegeln bis Regatta. Und auch an Land werden der Jugendraum und die anderen Freizeitangebote gerne genutzt. So gibt es bei uns auch nach einem Schein viel Spaß mit dem Segeln - auf dem Wasser und an Land.


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